Monatsarchiv: November 2014

G 8 muss bleiben

Im November 2014  gab die grüne Schulministerin von Nordrhein-Westfalen Sylvia Löhrmann bekannt, dass sich der Runde Tisch nach langer intensiver Beratung für die Beibehaltung des G8-Gymnasiums ausgesprochen habe. Gleichzeitig teilte sie mit, dass ihr Ministerium daran arbeite, das um ein Schuljahr verkürzte Gymnasium schülerfreundlicher zu gestalten. So sollten weniger Hausaufgaben erteilt werden, weniger Nachmittagsunterricht stattfinden – und als wichtigste Maßnahme sollten die Lehrpläne überarbeitet werden. Diese Entscheidung ist zu begrüßen. Sie markiert eine wichtige Gegenbewegung zu den „Rückzugsgefechten“, die etwa Länder wie Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hessen im G8/G9-Streit auf den Druck von Lobby-Gruppen in der Elternschaft  unternommen haben. Im Juni 2014 hatten bereits Wissenschaftler, Schulleiter und Arbeitgeberverbände an die KMK appelliert, das verkürzte Gymnasium beizubehalten. Vielleicht trägt dieser Appell jetzt späte politische Früchte. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Schulformdebatte, Unterrichtsmethoden

Einwandererkinder ohne Chancen?

Jedes Jahr stellt der/die „Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration“ den „Bericht zur Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland“ vor. Seit der letzten Bundestagswahl im September 2013 wird die Position der „Beauftragten“ von der SPD-Politikerin Aydan Özoguz wahrgenommen. In der Öffentlichkeit wurde nach der Vorstellung des Berichts vor allem über den Aspekt der Bildung diskutiert, weil immer davon die Rede ist, dass Integration am besten durch Bildung gelinge. Der Bericht registriert zwar Verbesserungen bei den Schulabschlüssen von Kindern mit ausländischen Wurzeln gegenüber den Vorjahren. Im Vergleich zu den deutschen Kindern seien sie aber immer noch „benachteiligt“. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Ausländische Kinder sind an den Hauptschulen mit 27,5 % (im Vergleich dazu deutsche Kinder: 10,6 %) und an den Gymnasien mit ca. 26 % (deutsche Kinder: ca. 52 %) vertreten. Keinen Schulabschluss schaffen 11,6 % der ausländischen Kinder, während bei den deutschen nur 5 % zu den absoluten Schulversagern zählen. Als Fazit formuliert der Bericht, dass die Chancengleichheit und -gerechtigkeit „trotz Verbesserungen in den letzten Jahren in unserem Bildungssystem nicht gewährleistet sind.“ Weiterlesen

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