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Schulqualität in Schleswig-Holstein

Da ich in Schleswig-Holstein ein privates Gymnasium in seiner pädagogischen Schulentwicklung unterstütze, habe ich mit besonderem Interesse den Teil der  Studie des „Instituts der Deutschen Wirtschaft“ („Bildungsmonitor 2016) vom August 2016 zur Kenntnis genommen, der sich mit diesem Bundesland befasst. Hier ist die Bewertung der Schulqualität in Schleswig-Holstein.

 

Bildung ist in Deutschland  föderal organisiert. Jedes Bundesland kann sein Schul- und Hochschulsystem nach eigenem Gutdünken gestalten. Von der  Kultusministerkonferenz (KMK) werden nur allgemeine Rahmenbedingungen festgelegt. Gegen einheitliche Prüfungsanforderungen beim  Mittleren Schulabschluss und beim Abitur wehren sich die Kultusminister hartnäckig, weil sie um ihre „Bildungshoheit“ fürchten. Deshalb wird unser Bildungssystem noch auf Jahre zerklüftet bleiben.

Wenn die Bundesländer schon auf der Eigenständigkeit der Bildungspolitik bestehen, müssen sie es sich zumindest gefallen lassen, dass die Qualität ihrer  Schulen und Hochschulen  von wissenschaftlichen Instituten mit der Qualität in anderen Bundesländern verglichen wird. Nur so kann ein Wettbewerb zwischen den Ländern entstehen, der letztlich zur Qualitätssteigerung beiträgt.  Auch in der Bildung belebt Konkurrenz das Geschäft. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Unterrichtsqualität

Wir lassen keine(n) zurück!

In Deutschland verlassen jedes Jahr knapp 50.000 junge Menschen die Schule, ohne einen Abschluss erreicht zu haben. In Berlin sind es ca. 6.000.  Sie schaffen nicht einmal den leichtesten Abschluss, der heute Berufsbildungsreife genannt wird. Früher hieß er Hauptschulabschluss. Die Folgen sind fatal: für die Betroffenen und für die Gesellschaft. Ein Schüler ohne Schulabschluss findet nur schlecht einen Ausbildungsplatz. Ohne Beruf  jobben diese jungen Menschen in unterschiedlichen Branchen, um schließlich im Hartz-IV-System zu landen. Als Lehrer, der die meiste Zeit im Gymnasium unterrichtet hat., wollte ich wissen, wie es an den Schulen zugeht, an denen viele dieser „Schulversager“ unterrichtet werden. Dazu hospitierte ich an einer Integrierten Sekundarschule im Berliner Stadtteil Moabit. Ich sprach mit  dem Schulleiter und einigen Lehrkräften und Schülern. Und ich besuchte  Unterricht im Fach Deutsch.  Hier ist der Erfahrungsbericht.

 

Hedwig-Dohm-Oberschule  – die Schule im Herzen Berlins  – ein Erfahrungsbericht

Das  mit wildem Wein bewachsene  Backsteingebäude aus der Gründerzeit  steht  am Stephanplatz  im  Stadtteil  Berlin-Moabit, der zum Bezirk Mitte gehört.   Es beherbergt  die  Hedwig-Dohm-Oberschule, eine Integrierte Sekundarschule, die aus der Zusammenlegung einer Real- mit einer Hauptschule entstanden ist.  Namenspatronin ist  die  jüdische Frauenrechtlerin Hedwig Dohm, die im 19. Jahrhundert mit „Mut vor Königsthronen“  und  geistreichem  Humor  für die volle Gleichstellung von Mann und Frau eingetreten ist. Hedwig Dohm war die Großmutter von Katharina („Katja“) Pringsheim, der Ehefrau von Thomas Mann. Noch die Kinder des Mann-Ehepaars waren stolz auf ihre streitbare Urgroßmutter. Weiterlesen

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