Monatsarchiv: März 2014

Freier Blick ins Klassenzimmer

Mir wird immer wieder von Kollegen berichtet, dass sich große Teile des Lehrerkollegiums ihrer Schule dagegen sträuben, ihren Unterricht für andere Lehrer zugänglich zu machen. Zu verfestigt ist die Gewohnheit, im Klassenzimmer  mit den Schülern  allein zu sein – unbeobachtet und unkontrolliert. Die „geschlossene Tür“ beim Unterricht ist eines der letzten Tabus an unseren Schulen. Weiterlesen

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Von der dienenden Funktion der Unterrichtsmethoden

Warum der Inhalt des Unterrichts  wichtiger  ist als die Methode

 Kafka an „Stationen“?

Mit einem Referendar, den ich als Mentor betreute, hatte ich einmal eine interessante Diskussion. Er fragte mich, ob ich ihm für seine Deutsch-Lehrprobe in einer zehnten Klasse einen guten Text empfehlen könne. Ich meinte, „Der Nachbar“ oder „Eine kaiserliche Botschaft“  von Franz Kafka seien gute, alt-bewährte Texte, die bei Schülern gut ankommen und  mit denen man ihr Textverständnis  herausfordern kann. Der Referendar blickte mich etwas verzagt an und meinte dann, der Fachseminarleiter wolle von ihm die Methode „Lernen an Stationen“ sehen. Darauf sagte ich ironisch, dann könne er Kafka vergessen. Kafkas Texte ließen sich nicht an Stationen lernen, dazu brauche man einen soliden Bahnhof. Weiterlesen

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