Archiv der Kategorie: Schulversager

Ideologie siegt über Sachverstand

In der liberalen Presse waren  jüngst  Kommentare zu lesen, in denen die Hoffnung geäußert wurde, die Kultusminister der Länder würden sich endlich auf die Gründung  eines Nationalen Bildungsrates  verständigen. Dieser Rat werde – so die Erwartung der Autoren – die großen Aufgaben, die im Schulsystem der Lösung harren, endlich anpacken: Digitalisierung, Vergleichbarkeit des Abiturs, Angleichung der Schülerleistungen in den Bundesländern. Diese  optimistischen Erwartungen, die sich an den Bildungsrat heften, werden  nicht in Erfüllung gehen. Der Nationale Bildungsrat wäre – wenn er denn käme –   ein ebenso zahnloser Tiger,  wie es die Kultusministerkonferenz  bislang gewesen ist. Woran liegt das?  Bildungspolitik ist eines der letzten Politikfelder, in denen   Politiker ihren ideologischen Präferenzen freien Lauf lassen können. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Abitur, Der richtige Umgang mit Schülern, Schülerleistungen, Schulformdebatte, Schulversager, Unterrichtsmethoden, Unterrichtsqualität

Sozialer Aufstieg durch Bildung – passe´?

Unserem Schulsystem gelingt es immer weniger, die Verheißung des sozialen Aufstiegs durch Bildung  zu ermöglichen. Schuld ist eine Didaktik, die das Leistungsprinzip immer mehr in den Hintergrund drängt.

Jedes Jahr verlassen ca. 50.000 Schüler unsere Schulen ohne Abschluss. Das sind knapp sieben Prozent eines Schülerjahrgangs. Die Zahl entspricht der Einwohnerschaft von Goslar. Gleichzeitig brechen 840.000  Studenten der Bachelor-Studiengänge ihr Studium ab. Das sind rund 30 Prozent eines Studentenjahrgangs. Für beide Gruppen beginnt ein sozialer  Abstieg. Während Studienabbrecher noch relativ weich  fallen, weil sie in unserer boomenden Wirtschaft mit Sicherheit einen Job finden, sieht die Perspektive  für Schüler ohne Schulabschluss düster aus. Sie können keine Berufsausbildung beginnen und landen im Sektor der prekären Beschäftigungsverhältnisse: als Paketboten oder  Hilfsarbeiter in der Logistikbranche. Für beide Gruppen hat sich die Verheißung sozialen Aufstiegs durch Bildung nicht erfüllt. Es ist verwunderlich, dass unsere Bildungsgesellschaft dieses ureigene Versprechen nicht mehr uneingeschränkt zu erfüllen  vermag, obwohl noch nie so viel Geld für Bildung ausgegeben wurde wie heute. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Armut und Bildung, Der richtige Umgang mit Schülern, Leistungsbereitschaft, Rolle des Lehrers, Schülerleistungen, Schulformdebatte, Schulversager, Sozialer Aufstieg durch Bildung, Unterrichtsmethode, Unterrichtsmethoden, Unterrichtsqualität

„Mutter“ oder „Elternteil 1“?

Wie Familienministerin Giffey zur Identitätspolitikerin mutiert

Familienministerin Franziska Giffey ist im Sommerloch 2020 hyperaktiv. Mal stellt sie neue Initiativen zur Gleichstellung der Frau vor, mal will sie   Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung eine Bresche schlagen. Sie hat ja auch noch viel vor. Ihr nächstes Ziel ist es, den farblosen Regierenden Bürgermeister von Berlin Michael Müller abzulösen. Es lohnt sich, die Initiativen der Ministerin genauer zu betrachten. Ich habe mir das „Regenbogenportal“ angesehen, welches  Frau Giffey neulich vor der Presse vorgestellt hat. Es hat mich gehörig befremdet – vor allem die Ratschläge für die Schule.  Einer der schrägen Vorschläge:  Um Menschen, die sich  nicht den beiden Geschlechtern „m“ oder „w“ zuordnen wollen, nicht zu benachteiligen, sollen Lehrer künftig nicht „Vater“ und „Mutter“ sagen, sondern „Elternteil 1“ und „Elternteil 2“. Ich habe den Eindruck, dass die Ministerin mit solchen Vorschlägen  Probleme in die Schule hineinträgt, die es dort bislang gar nicht gibt. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Armut und Bildung, Der richtige Umgang mit den Eltern, Der richtige Umgang mit Schülern, Diskriminierung, Rolle des Lehrers, Schulversager, Sozialer Aufstieg durch Bildung