Monatsarchiv: August 2014

Rote Laterne für Berlins Schulen

Ende August 2014 veröffentlichte das Institut der deutschen Wirtschaft den „Bildungsmonitor 2014“. Die gute Botschaft lautet: Kein Bundesland hat sich verschlechtert, alle haben sich hinsichtlich ihrer Punktzahl verbessert, einige wie Hamburg und das Saarland sogar deutlich. Die schlechte Nachricht: Die Hierarchie der Länder verfestigt sich: Die guten Länder bleiben unangefochten an der Spitze, die schlechten verharren am Ende. Sie schaffen es nicht, im Ranking entscheidend nach oben zu klettern. Schlechtestes Bundesland ist wie schon in den Jahren zuvor Berlin. Von 100 möglichen Punkten bekommt es nur 40,9. Zum Vergleich: Der Sieger Sachsen erzielt 67,2 Punkte. Berlin schneidet, wenn man das gute Ergebnis der Forschungsorientierung der Universitäten und Fachhochschulen (73,5 Punkte) aus dem Ergebnis heraus rechnet, noch viel schlechter ab. Beim wichtigen Kriterium der Schulqualität kommt Berlin auf blamable 12,3 Punkte. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Leistungsbereitschaft, Schulformdebatte

Für eine Pädagogik der Verantwortung

In der FAZ vom 11. 08. 2014 war zu lesen, dass eine erschreckend hohe Zahl von Schülern das Probejahr an den Realschulen und Gymnasien in Baden-Württemberg nicht bestanden hat. Dieses Phänomen kann man in allen Bundesländern besichtigen, in denen ein Sozialdemokrat oder ein Grüner den Bildungsminister stellt. Der Grund liegt auf der Hand. Die Realschulen und Gymnasien wurden per Gesetz gezwungen, alle Schüler aufzunehmen, deren Eltern dies wünschen. Die bisher gültigen Grundschulempfehlungen wurden abgeschafft, weil ihre Prognosefähigkeit angeblich zweifelhaft war. Der Hintergedanke dabei ist leicht zu durchschauen: Wenn man das ungeliebte Gymnasium schon nicht abschaffen kann, soll es wenigstens gezwungen werden, zu einer „Gesamtschule light“ zu mutieren. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Der richtige Umgang mit Schülern

Wie das Elternhaus den Schulerfolg unserer Kinder beeinflusst

Es gehört zu den unerschütterlichen Gewissheiten linker Bildungspolitik, die Schule als unsoziale Einrichtung zu brandmarken, weil sie es nicht schaffe, die soziale Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern auszugleichen. Eingängig, man könnte auch sagen platt, wird behauptet, der Geldbeutel der Eltern entscheide über den Schulerfolg der Kinder. „Wissenschaftlich“ unterstützt wähnen sich die Kritiker durch die Bildungsberichte der OECD, die Deutschland regelmäßig ein „sozial selektives“ Bildungssystem attestieren. Es ist schwer, gegen diese geballte Schulschelte im Namen der „sozialen Gerechtigkeit“ anzukommen. Umso dankbarer ist man, wenn man aus berufenem Munde Entlastendes lesen kann. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Der richtige Umgang mit den Eltern, Sozialer Aufstieg durch Bildung